Tauchgangsbriefing
Wir steigen ins Wasser und tauchen los. Dank des Briefings wissen wir, wo es etwas zu sehen gibt und welche Route wir nehmen sollen.
Ob beim Tauchausflug mit einem Buddy oder einer großen Gruppe, ein Briefing vor dem Tauchgang erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Tauchspaß. Wie ausführlich das Briefing abläuft hängt dabei von den jeweiligen Gegebenheiten ab, aber die folgenden Punkte sollten zumindest Erwähnung finden:
Das Tauchgewässer
Am Anfang des Briefing sollte immer eine Einweisung in das Tauchgewässer stehen. Zu den Punkten die angesprochen werden sollten gehören:
- Einstieg
Wo darf man in das Tauchgewässer einsteigen, bzw. wie gelangen wir ins Wasser (z.B. vom Boot)
- Besonderheiten des Tauchspots
Was ist in diesem Tauchgebiet besonders zu beachten, wie Strömungen, Tidenhub, aber auch besondere (geschützte) Bereiche, wie z.B. Laichplätze.
Hier sollten auch alle Gefahrenpunkte genannt werden, die im Vorfeld durch die Risikoanalyse identifiziert wurden.
- Was gibt es zu sehen
Für Neulinge in dem Gebiet eine grundsätzliche Einführung in die Flora und Fauna, ansonsten können hier Besonderheiten hervorgehoben werden.
Bei Wracktauchgängen sollte an dieser Stelle auf die Besonderheiten des Wracks, seine Lage, Aufbauten etc. hingewiesen werden.
Tauchgangsablauf
Diesen Punkt kann man je nach Bedarf kurz halten oder ausweitern. Wenn man zum wiederholten Mal mit seinem Stammbuddy zu einem reinen Fun-TG in den See steigt, müssen nicht viele Worte verloren werden. Wenn man aber in einem neuen Gewässer oder mit neuen Buddys unterwegs ist oder plant, z.B. Übungen in den TG einzubauen, sollte man dies hier entsprechend kund tun. Diese Punkte sollten zumindest angerissen werden:
- Dauer
Dies bedeutet die tatsächlich geplante Dauer des TG, aber auch Hinweise darauf, dass umgedreht wird, sobald einer 100 Bar (oder einen anderen vereinbarten Flaschendruck) erreicht hat.
- Maximale Tiefe
Da nach Plan getaucht wird, sollte die maximale Tiefe nicht überschritten werden. Die Tiefe hängt ab vom Tauchplatz selber, dem Erfahrungsstand der Taucher und den Zielen des Tauchgangs.
- Route
Kurze Erläuterung des Tauchplans mit Benennung des Einstiegs, markanter Punkte, des Umkehrpunkts und dem Ausstieg.
- Besonderheiten
Ist es mehr als ein einfacher Spaßtauchgang, muss dies vorher im Detail besprochen werden. Hierzu gehören z.B. auch Übungen bei einem Ausbildungstauchgang.
Unterwasserzeichen
Klar jeder kennt die gängigen Unterwasserzeichen. Aber kennen auch alle die gleichen? Da es bei den verschiedenen Organisationen durchaus kleine aber feine Unterschiede bei den Unterwasserzeichen gibt, sollten besonders bei gemischten Gruppen die wichtigsten noch einmal vorgeführt werden.
Verhalten im Notfall
Natürlich hofft man auf einen zwischenfallsfreien Tauchgang. Es ist aber essentiell, dass man im Vorfeld bespricht, was man im Fall eines Notfalls tun muss:
- Equipmentprobleme
Was tun, wenn ich beim Tauchgang merke, dass irgend etwas mit meinem Equipment nicht 100%ig stimmt?
- Partnerverlust
Wie verhalte ich mich, wenn mein Buddy auf einmal nicht mehr da ist?
- Verletzungen
Was ist zu tun, wenn ich mich über, am oder unter Wasser auf irgendeine Weise verletze?
- Rettungskette
Wie sieht die Rettungskette (Absichern - Notruf - Sofortmaßnahmen - Erste Hilfe - Rettungsdienst - Krankenhaus) vor Ort aus und wie wird sie organisiert? Wo finden sich Notrufsäulen, Handys, Notrufnummern?
- Hilfsmittel
Wo ist der Sauerstoffkoffer, der Erste Hilfe Kasten und wer kann damit umgehen?
Weitere allgemeine Hinweise
An dieser Stelle sollten all die Dinge aufgenommen werden, die für diesen speziellen Tauchgang noch wichtig sind. So wäre es bei einem Gruppenausflug wichtig zu erwähnen, dass sich die Tauchgruppen beim Aufahrtsleiter nicht nur ab- sondern dann auch wieder anmelden.
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