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Auswahl des Tauchgewässers /Tauchgebietes

Gerödel eingepackt, zur nächsten Wasserstelle gefahren, angezogen und ab ins Tauchvergnügen!

Leider ist es nicht immer so einfach, denn ehe man sich ins (meist kühle) Nass stürzt, gilt es ein geeignetes Tauchgewässer zu finden. Und das ist oft schwieriger als man denkt. Bei der Auswahl des Tauchgebietes gibt es einiges zu beachten:

Welches Tauchgebiet?

Bei der Wahl des Tauchgewässers spielen einige Faktoren eine große Rolle. An erster Stelle liegt dabei natürlich die Erreichbarkeit. Klar dass das Great Barrier Reef um einiges bunter ist als der Baggersee um die Ecke, leider ist die Anreise entsprechend schwieriger. Also stellt sich am Anfang die Frage, wie weit ich bereit bin zu fahren und welche Auswahl an Tauchgebieten es dann in diesem Radius gibt.

Seezeichnung

Wer sind die Buddys? Die Wahl des Tauchgebietes hängt nicht nur von meinem eigenen Können ab, sondern auch von dem meiner Buddys. Wenn ich eine gemischte Clubausfahrt organisiere, sollte ich ein Tauchgebiet wählen, dass für die verschiedenen Fähigkeitsstufen interessant ist. Das kann dadurch gewährleistet werden, dass es an einem Gewässer unterschiedlich schwierige Tauchziele und -routen gibt oder aber dass ein eher leichtes Tauchgebiet auch für Fortgeschrittene von der Unterwasserwelt her interessant ist.

Was will ich machen? Bin ich an Makrofotografien interessiert? Dann ist für mich das Hausriff, wo ich stundenlang vor einer Anämone verharren kann besser geeignet, als ein Drifttauchgang mit der Chance Großfische zu sehen. Wenn ich Übungen einplane, hat das Gewässer Übungsplattformen oder wenigstens einen Bereich, wo man die Vegetation nicht schädigt?

Was ist zu beachten?

Ist ein Tauchgewässer in die nähere Auswahl gekommen gilt es die Besonderheiten des Gewässers zu betrachten:

  • Einstieg:
    Ist der Einstieg vom Land möglich oder ist das Tauchziel nur vom Boot aus erreichbar? Kann man bis zum Einstieg fahren und sich dort umziehen oder muss man angerödelt lang laufen?. Ist der Einstieg befestigt und sicher oder muss ich mich irgendwo abseilen?
  • Besonderheiten des Tauchspots:
    Wie tief ist das Gewässer, gibt es Strömung, gibt es über und unter Wasser irgendwelche Gefahrenpunkte? Diese Fragen sind wichtig zur Erstellung der Risikoanalyse
  • Ausrüstung:
    Benötigt man für das Tauchgewässer eine besondere Ausrüstung, z.B. Lampen, Reel oder Boje?

Verbote & Tauchgenehmigungen

Leider kann man nur in die wenigsten Gewässer so einfach einsteigen. Zu einer vernünftigen Tauchgangsplanung gehört es daher sich zu informieren, wie es um die Erlaubnis steht, in dem Gewässer tauchen zu dürfen:

  • Tauchverbote:
    Bei vielen Seen wird genau geregelt, wann und wo man in diesem Gewässer tauchen darf. Einschränkungen können zum Beispiel Laichzeiten, Badezeiten, Winterruhe oder Wochenenden sein. Es ist die Pflicht eines jeden Tauchers, sich darüber im Vorfeld zu informieren. Wo kann man sich informieren?
  • Tauchgenehmigungen:
    Manche Tauchgebiete sind zwar uneingeschränkt betauchbar haben aber trotzdem einen Haken - man praucht eine Tauchgenehmigung. Dies ist zumindest im deutschsprachigen Raum oft der Fall, wenn es sich um Privatseen handelt oder wenn der Zugang auf Privatgrund liegt. Aber auch in anderen Ländern und auch am Meer kann es sein, dass man eine Tauchgenehmigung braucht, z.B. in Kroatien. Auch hier gilt "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", also informiert Euch an den oben genannten Orten!

Infrastruktur

Ein wichtiges Thema ist auch die Infrastruktur eines Tauchgebietes: Gibt es genügend Parkplätze, kann ich in der Nähe meine Flaschen füllen lassen, gibt es die Möglichkeit etwas zu Essen/Trinken zu kaufen, ist es möglich zu grillen, gibt es Toiletten.

An- und Abreise

Im Zuge des Umweltschutzes sollte man versuchen, mit so wenig Autos wie möglich anzureisen. Also passende Fahrgemeinschaften bilden, gute Strecken wählen und die offiziellen Parkmöglichkeiten nutzen.




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