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Die Risikoanalyse

Tauchen ist keine ungefährliche Sportart, aber sie kann sicher ausgeübt werden. Dafür ist es wichtig, das Risiko eines Tauchgangs richtig einschätzen und entsprechend minimieren zu können.

Gerade bei größeren Tauchgängen empfiehlt es sich bei der Tauchgangsplanung auch eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies lohnt sich besonders bei Tauchausflügen mit einer Gruppe (z.B. Club- oder Vereinsausfahrten), aber auch bei Tauchgängen mit nur einem Buddy, wenn der Tauchgang etwas anspruchsvoller ist als das übliche Untertauchen im örtlichen Weiher.

Was ist eine Risikoanalyse?

Bei einer Risikoanalyse werden alle Faktoren betrachtet, die für die erfolgreiche Durchführung eines TG ein Risiko darstellen. Diese Risikofaktoren unterteilen sich in:

  • Externe Risikofaktoren
    sie bestehen für alle Taucher, also z.B. Strömung, Kälte etc.
  • Interne Risikofaktoren
    sie sind abhängig von den jeweiligen Tauchern, von ihrer Erfahrung, was für ein Equipment sie haben etc.
  • Allgemeine Risikofaktoren
    diese müssen generell eingeplant werden, z.B. Temperaturverlust, DCS
  • Spezifische Risikofaktoren
    diese gelten nur für das spezielle Tauchgebiet.

Inhalte einer Risikoanalyse

Die Risikoanalyse ist ein mehrstufiger Prozess, der aus folgenden drei Hauptbereichen besteht:

  • Risikoanalyse:
    Verarbeitung der vorhandenen Information, um herauszufinden, welche Gefahren und Risiken bei einem Tauchgang vorliegen.
  • Risikoeinschätzung:
    Evaluierung der in der Risikoanalyse gefundenen Gefahren und Risiken und ihre Bewertung.
  • Risiko Management Plan:
    Erstellung eines Konzepts, um das potentielle Risiko eines Tauchgangs zu minimieren.

Risiko beim Wracktauchen

Durchführung einer Risikoanalyse

Ich habe zu dem Thema Risikoanalyse schon einen längeren Artikel geschrieben, der sowohl hier als auch im Taucher.Net veröffentlicht wurde. Deshalb verweise ich an dieser Stelle nur auf ihn, möchte aber trotzdem die 5 Schritte der Risikoanalyse anreißen:

  • Schritt 1
    Suche und erkenne die Gefahrenpunkte
  • Schritt 2
    Entscheide, wer/was geschädigt werden und wie dies geschehen könnte
  • Schritt 3
    Schätze die Risiken ab und entscheide, ob bestehende Vorkehrungen ausreichen oder ob mehr gemacht werden sollte
  • Schritt 4
    Leite daraus einen Risiko Management Plan (RMP) ab und halte ihn schriftlich fest
  • Schritt 5
    Überprüfe die Einschätzungen und überarbeite den Risiko Management Plan gegebenenfalls

Mehr dazu findet Ihr in meinem ausführlichen Bericht zur Risikoanalyse

Warum eine Risikoanalye?

Im ersten Schritt bedeutet eine Risikoanalyse erst einmal Mehraufwand bei der Tauchgangsplanung. Dieser Mehraufwand zahlt sich aber entsprechend aus, denn:

    - Nur wer die Risiken richtig einschätzt kann sie auch entsprechend kontrollieren

    - Gerade wenn man bei einem Tauchgang Verantwortung für andere übernimmt (Vereinsausfahrt) ist es wichtig sicherzugehen, dass man alle Gefahren bedacht hat.

    - Eine Risikoanalyse schärft den Blick für Gefahren im Allgemeinen und lenkt, weil man sich mit der Thematik intensiv auseinandersetzt, den Blick auch auf Dinge, die gerne übersehen werden.

Kurz, eine Risikoanalyse trägt maßgeblich dazu bei, dass aus einem Tauchgang ein sicheres Erlebnis wird, an dass man sich noch gerne zurückerinnert.




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