Einstieg & AbtauchenDer Buddy ist gecheckt, die Ausrüstung sitzt, jetzt kann es endlich los gehen mit dem Tauchgang! EinstiegWie man in das Wasser kommt, hängt ganz vom jeweiligen Gewässer ab, bzw. ob man vom Boot oder von Land aus ins Wasser geht. Folgende 3½ Möglichkeiten haben sich eingebürgert: 1) Der große Schritt
Der goße Schritt (engl.: "Giant Stride") wird immer dann genutzt, wenn der Taucher von einer ebenen Fläche in ein tieferes Gewässer einsteigt. Solche Flächen können sein: Beim großen Schritt wird das Jacket etwas mit Luft befüllt (damit man nicht gleich untergeht), die eine Hand fixiert Atemregler im Mund und Maske, die andere herumbaumelndes Tauchequipment. Dann macht man einfach einen großen Schritt vorwärts - keinen Sprung, man sollte sich auch nicht vorneüber kippen lassen. Im Wasser führt man dann die Beine zusammen, um das Eintauchen abzubremsen. Der große Schritt kann auch vollgepackt mit Stages und anderem Equipment aus einer Höhe von 2-3 Metern durchgeführt werden. (siehe Bild) 2) Rolle rückwärts
Bekannt aus Film und Fernsehen ist das die bevorzugte Einstiegsmethode von James Bond und anderen Tauchhelden :-) Die Rolle rückwärts bietet sich generell an bei Booten mit einer kleinen Rehling, auf der man sitzen kann. Dabei sollte der Abstand zur Wasserobefläche nicht zu hoch sein. Typische Boote sind Schlauchboote. Bei der Rolle rückwärts sitzt man auf der Rehling, die eine Hand fixiert Atemregler im Mund und Maske, die andere wird entweder dazu benutzt alles beisammen zu halten, woran man sich verhängen könnte oder um die Flasche etwas seitlich zu drehen, dass das Vetil nicht direkt auf den Hinterkopf zeigt. Dann lässt man sich ganz einfach hintenüber fallen. 3a) Laufen (vorwärts)Wenn man vom Land aus ins Wasser geht, ist das wahrscheinlich die einfachste Methode: 3b) Laufen (rückwärts)
Diese Methode empfiehlt sich, wenn man vom Land aus in ein Gewässer mit Wellengang geht. Hier heißt es Flossen schon am Ufer anzulegen und dann rückwärts in die Brandung zu gehen. Die Flossen verleihen etwas Standfestigkeit und helfen bei der Bewegung, sollt man doch einmal von einer Welle umgerissen werden. Bei stärkerer Brandung sollte man aus diesem Grund auch den Atemregler schon im Mund haben. Daneben gibt es noch ein paar weitere, die von den jeweiligen Bedingungen abhängen (z.B. Einstieg über eine Leiter). Sammeln an der OberflächeWenn alle Mitglieder der Tauchgruppe im Wasser sind, empfiehlt es sich, dass sich die Gruppe an der Oberfläche sammelt, um zu checken, dass auch alle (besonders der jeweilige Buddy) da sind. Gerade auch bei Seegang besteht sonst die Gefahr, dass sich die Gruppe (und eventuell Buddyteams) schon hier trennen. Ist dann die Sicht schlecht, muss der Tauchgang beendet werden, ehe er begonnen hat. Abtauchen in der GruppeNachdem sich die Gruppe an der Oberfläche gesammelt hat machen sich alle tauchfertig (also Maske auf, Atemregler in den Mund), falls dies noch nicht geschehen ist. Jetzt fragt der Gruppenführer jeden einzelnen, ob er OK ist und gibt dann das Zeichen zum Abtauchen. Die einfachste Methode abzutauchen ist es, die Luft aus dem Jacket zu lassen und dann einen Flossenschlag zu machen, der einen etwas aus dem Wasser hebt. Beim anschließenden Eintauchen und Absinken ausatmen. Auf diese Weise überwindet man ohne Probleme die ersten 2-3 Meter. In dieser Tiefe lässt man sich möglichst schnell in die horizontale Lage gleiten, um dann kontrolliert abzutauchen. In Gruppen die aus mehr als einem Buddyteam bestehen, sollte der Gruppenführer voraustauchen, aber immer Blickkontakt mit dem Schlussmann haben, der darauf achtet, dass keiner mit Druckausgleichproblemen zurück bleibt. Buddyteams sollten immer gleichmäßig auf einer Höhe abtauchen und sich nicht verlieren - dies gilt ganz besonders für Dreierteams. Auf der vereinbarten Tauchtiefe angekommen sammelt sich die ganze Gruppe, wird vom Gruppenführer auf Vollständigkeit und Wohlbefinden überprüft und folgt anschließend seinem Kurs. |
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