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Der Tiefenrausch

Was sind die großen Gefahren der Stickstoffnarkose


Stressfaktoren wie Dunkelheit
begünstigen Tiefenrausch

Der Tiefenrausch ist natürlich in sich gefährlich, weil seine Auswirkungen für den Taucher tädlich enden kännen. Die besondere Gefahr aber ist, dass der Tiefenrausch sehr schleichend auftritt und es den meisten Tauchern gar nicht bewusst ist, dass sie sich schon unter Einfluss der Stickstoffnarkose befinden.

Außerdem hängen Stärke des Tiefenrausches und die Tiefe, ab der er beginnt von ganz vielen Faktoren ab. Die kärperliche Verfassung des Tauchers am Tauchtag, darunter fällt auch Stress, Nachwirkungen von Alkohol des Vorabends oder der Einfluss von Medikamenten. Äußere Faktoren spielen eine Rolle, wie die Temperatur des Tauchgewässers. Psychische Faktoren, wie z.B. Stress durch ein dunkles oder unbekanntes Tauchgewässer oder durch schlechte Sicht, begünstigen auch die Entstehung einer Stickstoffnarkose. Das bedeutet, dass das Einsetzen des Tiefenrauschs hächst individuell ist und man nur vage Anhaltspunkte hat, wann der Tiefenrausch beginnt und wie stark er sich auswirkt:

Achtung! Wichtig

Tiefenrausch - die Tiefe

Tiefenrausch kann ab einer Tauchtiefe von 25m - 35m auftreten.
Bei TG > 35m ist von zumindest leichtem Einfluss der Stickstoffnarkose auszugehen und das Tauchverhalten entsprechend anzupassen!


Es gibt auch die These, dass man sich an die Effekte des Stickstoffs auf Tiefe gewähnen kann. Allerdings ist diese These nicht unumstritten. Wahrscheinlich ist, dass nicht der Tiefenrausch an sich später einsetzt, sondern dass man sich an die Effekte gewähnt und durch Übung trotzdem die Kontrolle behält. Auf jeden Fall ist bei Tauchgängen über 30m/35m erhähte Wachsamkeit, Selbstkontrolle und die Beobachtung des Buddys essentiell.

Verhalten bei Tiefenrausch

Stellt man bei sich oder seinem Tauchpartner Symptome fest, die auf einen Tiefenrausch hinweisen, muss sofort eine geringere Tauchtiefe aufgesucht werden, bis diese abklingen. Mit sinkendem Partialdruck des Stickstoffs verschwindet der Tiefenrausch umgehend. Unter keinen Umständen sollte man nach Abklingen der Symptome wieder tiefer tauchen.

Die Symptome einer Stickstoffnarkose festzustellen ist nicht einfach - weder bei sich noch bei dem Partner. Folgende Mäglichkeiten gibt es Tiefenrausch festzustellen:

  • Bret Gilliams Finger Test:
    Vereinbare mit Deinem Buddy, dass man sich ab einer bestimmten Tiefe alle paar Minuten einen oder mehrere Finger zeigt. Der Buddy muss dann z.B. eins subtrahieren oder addieren und die entsprechende Anzahl Finger dem Buddy zurück zeigen. Dauert das zu lange oder ist das Ergebnis falsch, sollte man unbedingt eine geringere Tiefe aufsuchen.
    Dieser Test wurde von dem Tieftaucher Bret Gilliam erfunden
  • Alternativer Finger Test
    Man vereinbart mit seinem Buddy, dass man beim gegenseitigen OK-Geben auf Fünf addiert. Zeigt beispielsweise der erste nach dem OK seinem Buddy vier Finger, muss dieser nach seinem OK einen zeigen, um auf fünf zu kommen.
  • Der Schreibtafel Test
    Checkt alle paar Minuten Eure eigene Tiefe und Flaschendruck und schreibt die Werte auf Eure Schreibtafeln. Checkt dann Tiefe und Flaschendruck Eures Buddys. Haltet die Schreibtafeln nebeneinander und vergleicht die Zahlen. Stimmen sie nicht überein, sollte man unbedingt eine geringere Tiefe aufsuchen.

Außerdem sind folgende Punkte Hinweise darauf, dass man selber oder der Buddy nicht mehr ganz nüchtern ist:

  • Generell verlangsamte Reaktionen
  • Man liest seine Instrumente ab und muss sie sofort noch einmal checken, weil man vergessen hat, was sie anzeigten.
  • Man sieht auf seine Instrumente und muss länger überlegen, was die Anzeigen bedeuten.
  • Man hat optische Probleme die Instrumente abzulesen.
  • Der Buddy taucht auffällig, z.B. checkt ununterbrochen seine Instrumente.
  • Der Buddy wedelt hektisch mit seiner Lampe herum.
  • Der Buddy reagiert auf Signale nur mit Verzägerung.

Generell ist es aus den oben genannten Gründen schwierig, Tiefenrausch bei sich oder seinem Buddy festzustellen. Deswegen sollte man im Zweifelsfall lieber zu früh mit Stickstoffnarkose rechnen und wieder häher tauchen.

Tiefenrausch - die Kapitel:

Einleitung
Gefahren des Tiefenrauschs
Minimierung des Risikos


           
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Dieser Artikel erschien im DivInside, Juli 2007


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