Das Barotrauma der HautDiese Art des Barotraumas ist wiederum sehr selten und trifft fast ausschließlich Trockentaucher, die dieses Barotrauma auch "Squeeze" nennen. Verursacht wird dieses Barotrauma durch eng anliegende aber schlecht sitzende Tauchanzüge. Werfen diese Falten, können kleine Lufttaschen entstehen. Beim Abtauchen wird die Luft komprimiert. Besteht nun keine Möglichkeit, dass Luft nachströmen kann, entsteht in diesen Falten Unterdruck. Als Folge der durch den Unterdruck entstehenden Sogwirkung kommt es ähnlich wie beim mittelalterlichen Schröpfen zu Einblutungen der Haut und Hautschwellungen, diese sind meist streifenförmig und folgen dem Verlauf der Anzugfalten.
Beim Trockentauchanzu lässt sich ein Barotrauma der Haut einfach vermeiden. Durch regelmäßiges Nachströmen von Luft über den Anzuginflator und einem dickem Unterzieher, der direkte Faltenbildung auf der Haut nicht zulässt. Schwieriger ist es da bei sogenannten Halbtrockenanzügen mit gasdichten Reißverschlüssen. Hier kann es relativ schnell zu solchen Barotraumata der Haut kommen. Dies ist ein untrügliches Anzeichen dafür, dass der Anzug nicht passt.
Äußeres BlaukommenEine Sonderfom des Haut-Barotraumas ist das "Äußere Blaukommen" beim Helmtaucher. Es bezeichnet ein Unterdruck-Barotrauma im gesamten Kopf, so dass es durch Hautschwellungen und Einblutungen aussieht, als sei der Helmtaucher blau angelaufen. Das Barotrauma kann bei Helmtauchern, deren Helm fest mit den Tauchanzügen gekoppelt ist und eine Einheit bildet, entstehen, wenn bei unzureichender Zufuhr von Luft in den Anzug in zunehmender Tiefe getaucht wird.
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