Tauchtheorie: AusrüstungTauchanzügeEgal ob Baggersee bei Bonn oder Meer um die Malediven - ohne angemessenen Tauchanzug wird einem früher oder später beim Tauchen immer kalt. Wie wir aus dem Kapitel Temperatur wissen, ist Wasser ein sehr guter Wärmeleiter. Dies führt dazu, dass unser Körper im Wasser ca. 24 mal so schnell auskühlt wie an der Luft. Der Schutz vor Unterkühlung ist daher die Hauptaufgabe des Tauchanzugs. Die ersten Tauchanzüge wurden schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt, ein Pionier war der nach England ausgewanderte Deutsche August Siebe. Zusammen mit George Edwards entwickelte er den oberflächenversorgten, geschlossenen Helmtaucheranzug zur Serienreife. Mit diesen Anzügen aus Segeltuch, die durch einen Schlauch von der Oberfläche mit Luft versorgt wurden, erreichten Taucher erstmals größere Tiefen. Eine deutliche Verbesserung dieses Prinzips war die Verwendung von vulkanisiertem Gummi, das 1839 von Charles Goodyear entwickelt wurde. Die Taucher konnten jetzt wärmende Wollwäsche tragen, da das Gummi vollständig wasserdicht war. Neopren als Material für Taucheranzüge kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. Die Firma Barakuda vertrieb 1954 die ersten Tauchanzüge aus diesem Material. In den folgenden Seiten werden die Merkmale und Anforderungen an die Tauchanzüge dargestellt: Material für TauchanzügeSind alle Tauchanzüge aus Neopren? Hier findet Ihr eine kleine Materialkunde zum Thema Tauchanzug NassanzugDer Klassiker, der in der einen oder anderen Form von jedem Taucher getragen wird. Der HalbtrockenanzugWenn es mal wieder etwas kälter wird, ist dieser Anzug die bessere Wahl, als ein reiner Nassanzug! Der Trockenanzug / TrockiDas einzig Wahre, wenn man gerne in kühlen Gewässsern unterwegs ist. Jetzt stellt sich nur die Frage - Neopren, Trilaminat oder sogar Gummi? |
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