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Tauchtheorie: Messgeräte

Tauchuhr

Für Taucher ist es nicht nur unerlässlich die aktuelle und größte Tiefe zu wissen, sondern auch die Tauchgangsdauer.

Die Zeitdauer des Tauchgangs wird benötigt, um die Dekompressionsstufen und -längen richtig zu berechnen. Während der Dekostufen braucht man die Uhr, um die Dekozeiten einzuhalten. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung halte ich Uhren für ungeeignet, um damit die Aufstiegsgeschwindigkeit wirklich genau messen zu können. Bei einer Aufstiegsgeschwindigkeit von 10m/min bzw. 1m/6sec. muss man schon sehr genau tauchen, um dies mit Hilfe von Tiefenmesser und Uhr hinzubekommen.

Anforderungen die Taucheruhr:

Aufbau einer Taucheruhr
Druckfestes Gehäuse (1)
Die Taucheruhr ist genau dem gleichen Druck ausgesetzt wie der Taucher und muss deswegen druckfest und wasserdicht sein. Durch schnelle Bewegungen kann es zu einem kurzfristigen Druckaufbau kommen, der den tatsächlichen Umgebungsdruck um ein vielfaches übersteigt. Deshalb sollten Taucheruhren mindestens bis 100m, besser bis 200m wasserdicht sein. Uhren auf denen die Wassertiefe mit 50m angegeben oder diev mit "water resistant" bezeichnet sind, sind für das Tauchen ungeeignet, da sie schon in geringen Tiefen undicht werden können.
Einstellring für die Tauchzeit (2)
Hauptmerkmal einer echten Taucheruhr ist der nur gegen den Uhrzeigersinn verstellbare Einstellring. Wenn man abtaucht, stellt man die Nullmarkierung des Ringes auf die Position des Minutenzeigers. Wenn man auf die Uhr sieht, kann man so sofort die vergangene Tauchzeit ablesen. Der Grund für die Verstellung ausschließlich gegen den Uhrzeigersinn liegt im Sicherheitsgedanken: Wird der Ring während des Tauchgangs aus Versehen verdreht, wird er immer eine scheinbar größere Tauchzeit anzeigen. Damit ist der Taucher bei der Dekoverpflichtung auf der sicheren Seite.
Leutzeiger- und -ziffern (3)
Auch die Uhr sollte ohne direkte Beleuchtung nach kurzem Anleuchten lesbar sein. Die gängige Lösung ist, dass Ziffern und Zeiger nachleuchten. Es gibt aber auch Uhren, wo statt dessen das Ziffernblatt leuchtet.
Verstellbares Armband (4)
Das Armband der Uhr sollte so groß sein, dass es auch bequem über einem Neoprenanzug getragen werden kann. Einige Hersteller bieten Verlängerungen für das Armband an. Dabei muss man aber daran denken, dass das Armband und auch der Verschluss brechen kann. Mit einer Verlängerung hat man eine weitere potentielle Schwachstelle.
Kratzfestes Glas (ohne Abb.)
Es sollte zwar nicht passieren, aber ab und zu schrammt man mit der Uhr dann doch über Steine oder entlang der Bordwand eines Wracks. Deshalb sollte das Glas hochwertig und möglichst kratzfest sein.

Kauftipps

Was für eine Uhr soll man sich nun kaufen? Die kleine digitale für € 30,- oder den tollen analogen Chronomat für € 400,- ? Letztlich ist so etwas reine Geschmackssache, besonders da viele Taucher eh einen Computer verwenden und die Uhr nur noch der Redundanz und Sicherheit dient. In der Frage "digital" vs. "analog" würde ich immer der analogen Automatik- oder Quarzuhr den Vorzug geben. Am besten eine analoge Uhr ohne Batterie - hier ist einfach die Gefahr, dass sich die Uhr während des Tauchgangs / Urlaubs verabschiedet am geringsten. Da aber die Uhr nicht mehr den Stellenwert hat wie früher, ist es in Verbund mit einem Tauchcomputer eigentlich egal was man nimmt. In Bezug auf den Preis würde ich sagen, dass der Verlust einer billigen Uhr immer weniger schmerzt als der eines hochpreisigen Modells. Dafür hat man an letzterem an Land unter Umständen mehr Freude als an der Superbilligversion.

Pflegehinweise

Nach Tauchgängen im Salz- oder Chlorwasser sollte die Uhr wie alle anderen Ausrüstungsteile in sauberem Süßwasser gespühlt werden.

Vorsicht beim Duschen mit Taucheruhren. Gerade analoge Modelle mögen teilweise sehr warmes Wasser, noch dazu in Kombination mit Seifenlauge, gar nicht. Wenn möglich also vorher ablegen.




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