Startseite » Ausrüstung » Messgeräte » Tauchcomputer

Tauchtheorie: Messgeräte

Tauchcomputer

Ok, ich habe eine Taucheruhr, eine Dekotabelle und einen Tiefenmesser - wozu brauche ich dann den Tauchcomputer?

Gute Frage, denn ein absolut notwendiges Teil Ausrüstung ist der Tauchcomputer in der Tat nicht. Die ehrliche Antwort ist "Bequemlichkeit", denn wer einmal den Komfort des Tauchens mit Tauchcomputer erfahren hat, wird wohl eher selten diesen wieder eintauschen. Dazu kommt, dass immer mehr Basen, gerade in Ägypten oder den Malediven, auf einen Tauchcomputer bestehen, um das Einhalten der Tiefenbeschränkungen überprüfen zu können.

Grobe Funktionsweise eines Tauchcomputers

Ein Tauchcomputer besteht im Prinzip aus vier Teilen:

  • einem elektronischen Tiefenmesser mit Speicherfunktion
  • einer elektronischen Uhr mit Speicherfunktion
  • einem Computer mit einem Programm zur Dekoberechnung
  • einem Display, auf dem man die relevanten Daten ablesen kann

Der Tiefenmesser besteht aus Sensoren, die die aktuelle Tiefe messen und an den Computer weiterreichen. Die Uhr sagt dem Computer welche Tauchzeit bei der gerade gemessenen Tiefe erreicht ist. Und der Computer errechnet aus der Tiefe und Zeit anhand eines speziellen Algorithmus das Tauchprofil und die Auswirkungen auf den weitern Tauchverlauf - restliche Nullzeit, bzw. Dekostufen und -länge.

Anforderungen an Tauchcomputer:

Aufbau eines Tauchcomputers
Gut erkennbare Tiefenanzeige (1)
Da ein Tauchcomputer immer auch ein elektronischer Tiefenmesser ist, sollte entsprechend zu einem analogen Tiefenmesser die aktuelle und maximale Tauchtiefe auf den ersten Blick sofort sichtbar sein.
Gut erkennbarer Tauchzeit (2)
Entspechend der Tiefe sollte auch die vergangene Tauchzeit sofort sichtbar sein.
Nullzeit- / Dekozeitanzeige (3)
Die dritte wichtige Funktion, die man auf dem Displays eines Tauchcomputers sofort sehen muss, ist die Anzeige der verbleibenden Nullzeit. Dies ist die Restzeit, die man auf der aktuellen Tiefe verbleiben kann, ohne dass zusätzlich zur Dekompression während des normalen Aufstiegs weitere Dekostopps nötig sind.
Ist diese Nullzeit überschritten, wird an dieser Stelle die Zeit angezeigt, die man auf den jeweiligen Dekostufen zur Dekompression benötigt. Oftmals wird die Anzeige der maximalen Tiefe bei Dekotauchgängen dazu benutzt, die jeweils zu benutzende Dekostopptiefe anzuzeigen.
Die Aufsättigung der Gewebe wird oft zusätzlich noch grafisch dargestellt, z.B. in Form von Balken.
Gut bedienbare Tasten (4)
Ein Tauchcomputer hat viele verschiedene Funktionen. Wenn auch die wichtigsten Funktionen ohne zusätzliches Umschalter auf einen Blick sichtbar sein müssen, ist es dennoch wichtig, dass man auch mit dickeren Handschuhen die Bedienelemente des Computers betätigen kann.
Beleuchtung (ohne Abb.)
Der Computer sollte beleuchtbar sein. Entweder aktiv, indem ein Licht (z.B. selbstlumminierendes Display) das Ablesen ermöglicht oder passiv, indem das Display nachleuchtet. Ein Computer, den man zum Ablesen permanent mit der Lampe anleuchten muss, ist nicht zu empfehlen. Ein Computer dessen Display permanent aktiv beleuchtet ist aber auch nicht, da sich dies negativ auf die Lebensdauer der Batterie des Computers auswirkt
Einstellbare Alarmfunktionen (ohne Abb.)
Ein Alarm kann unter Wasser nützlich sein, wenn man z.B. eine bestimmte Tauchtiefe oder Tauchzeit überschreitet. Allerdings kann das Gefiepse auch Buddys extrem nerven, deswegen sollten sie selbst an- und abstellbar sein. Auf jeden Fall sollte sich der Computer rühren, wenn die Nullzeit oder die maximal empfohlene Aufstiegsgeschwindigkeit überschritten wird.
Selbständiges Wechseln der Batterie (ohne Abb.)
Nichts ist nerviger, als im Urlaub festzustellen, dass die Batterie alle ist und kein Händler in diesem Modell die Batterie wechsln kann. Erlaubt der Tauchcomputer ein Wechseln der Batterie durch den Taucher, ist dies ein großes Plus.
Ausreichend langes Armband (ohne Abb.)
Bei Tauchcomputern ist dies weniger ein Problem als bei Uhren, aber prüft trotzdem nach, ob das Armband des Computers über alle Eure Anzüge passt. Wenn der Computer in einer Konsole ist, entfällt dieser Punkt natürlich.
Leichte Bedienung (ohne Abb.)
Optimalerweise braucht man für den Computer keine Bedienungsanleitung, weil die Navigation durch die Menüs intuitiv und benutzerfreundlich ist. Leider sieht die Realität anders aus und es gibt große Unterschiede darin, wie einfach man z.B. auf die Daten des letzten Tauchgangs zugreifen kann.

Kauftipps für Tauchcomputer

Was für Anforderungen muss man an einen tauchcomputer stellen und wie findet man dann einen geeigneten Tauchcomputer, der diesen Anforderungen entspricht?

Die Antwort auf diese Fragen findet Ihr auf Nowotauchers Hauptsite auf der Seite Tauchcomputer-Kauftipps.

Entsorgung des Tiefenmessers?

Wer mit Tauchcomputer taucht sollte nicht versucht sein, auf Tiefenmesser und Uhr, sowie das Mitführen einer Dekotabelle zu verzichten. Im Allgemeinen sind Tauchcomputer zwar zuverlässige Instrumente, aber man kann nie im Voraus wissen, ob das entsprechende Gerät gerade bei diesem Tauchgang versagt. Und für solche Fälle sollte man eben zur Sicherheit die analogen Instrumente sowie die Beherrschung der Tauchtabelle (und die Tabelle selbst) zu jedem Tauchgang mitbringen.




Mail an Andreas || Seite weiterempfehlen || Drucken